Nachhaltige Lehren aus der Forstwirtschaft

Förderschwerpunkt zieht Bilanz

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat die Broschüre "Nachhaltige Waldwirtschaft. Ein Förderschwerpunkt des BMBF in der Bilanz" herausgegeben. Die Nachlese bündelt das gleichnamige Forschungsprogramm, das zwischen 2004 und 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 30 Millionen Euro gefördert wurde.
© Marion Book

Die Publikation bilanziert fünf Jahre Forschungsarbeit von rund 380 Akteuren aus Wissenschaft und Praxis sowie 25 Verbänden. Nun legen Autoren, Redakteure und Herausgeber die Broschüre vor.

Die Publikation soll die wesentlichen Ergebnisse von der Wissenschaft in die politische Diskussion bringen. Sprache, Bildauswahl und Gestaltung orientieren sich an Reportagen und weniger an einer klassischen wissenschaftlichen Publikation.

In der Einleitung wird die Abkehr von einem schematisierten Nachhaltigkeitsbegriff gefordert und darauf hingewiesen, dass das "schöne Bild vom Ausgleich zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit in eine feine Balance von vielen Zugängen zur Landschaft" diffundiert. Die aus dieser Erkenntnis resultierende Vielfalt nachhaltiger Zugänge erzeugt die Gefahr einer Beliebigkeit in der Auswahl dieser Zugänge, aus der neue Konfliktpotenziale erwachsen.

Den Fachtexten vorangestellt ist ein Synthesetext. Hier wird die übergreifende inhaltliche Bilanz der Forschungsergebnisse gezogen und der erreichte Erkenntnisstand formuliert. Auf dieser Grundlage werden Kriterien abgeleitet, die eine Bewertung von Handlungsoptionen im jeweiligen Kontext erlauben. Die Vielfalt der Handlungsoptionen ist somit nicht beliebig, sondern ergibt sich aus der Vielfalt der natürlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen nachhaltigen Wirtschaftens.

Mit dem Synthesetext verfolgt die Abschlussbroschüre den Anspruch, die Perspektive über den Rahmen der Waldwirtschaft hinauszuführen. Die Integration der Waldökosysteme in umfassende Wirtschaftszusammenhänge kann Beispielscharakter für die Gestaltung nachhaltiger Wirtschaftsabläufe auch in anderen Branchen haben. Daher sollen die für die Forst-Holz-Kette erarbeiteten Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens so aufbereitet und dargestellt werden, dass dem Leser mögliche Analogien aber auch grundsätzliche Unterschiede zu anderen Wirtschaftszweigen deutlich werden. Anliegen ist es, mit dieser synthetischen Ergebnisdarstellung Impulse für nachhaltiges Wirtschaften auch über den Forst-Holz-Bereich hinaus auszulösen.

Die gesellschaftlichen und politischen Erwartungen an den Wald und an seine Entwicklung sind auch in Zukunft essentiell zu bestimmen, selbst wenn in weiten Teilen der Bevölkerung der Wald entemotionalisiert ist und für viele weder als Ort der Erholung noch anderweitig persönlich einen Zweck erfüllt. Gesellschaftspolitisch besteht jedoch ein sehr großes Interesse am Wald, denn besonders ökonomisch ist der Forst-Holz-Papier-Sektor eine der wichtigsten Komponenten des deutschen Wirtschaftssystems.


Quelle: UmweltDialog
Technik | Wissenschaft & Forschung, 05.01.2011
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2011 - Green Building erschienen.
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