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Chancen für eine nachhaltig finanzierte betriebliche Altersvorsorge

Mehr Netto vom Brutto? Welche Möglichkeiten gibt es für das nachhaltige Investment?



Klaus Odenthal

Erneuerbare Energien werden weltweit immer wichtiger. Die Versiko AG setzt mit ihrer Branchenlösung eenergieRENTE auf diesen Trend. Ein Interview mit dem Vorstand und Gründungsmitglied der Versiko AG Klaus Odenthal.

Wie stark werden nachhaltige Investments im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nachgefragt?
KO: Diese Form des Investments wird bei der versiko AG sehr stark nachgefragt, weil wir seit mehr als dreißig Jahren Kunden betreuen, die sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit interessieren. Wir sind natürlich so aufgestellt, dass wir genau die Kunden ansprechen, die für eine Affinität für ökologisches Wirtschaften haben. Aber natürlich sind nicht alle Bevölkerungsschichten gegenüber nachhaltiger Anlage aufgeschlossen. Es entwickelt sich aber für uns sehr positiv. Denn Nachhaltigkeit verfolgt das Ziel, heute so zu handeln, dass die Zukunft weder in persönlicher noch in globaler Hinsicht gefährdet wird. Immer mehr Menschen machen sich darüber Gedanken und treffen auch ihre finanziellen Entscheidungen nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien.

Haben Sie eine Empfehlung, was die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung angeht?
KO: Generell kann diese Frage nur in der persönlichen Beratung beantwortet werden. Aber ich würde sagen, die Durchführungswege direkte Pensionszusage und der Pensionsfonds kommen nur für ganz bestimmte Kunden überhaupt in Frage. Die Unterstützungskasse, die eine zeitlang hochgelobt wurde, ist als sinnvolle Modellösung für den einen oder anderen Kunden sicherlich eine gute Lösung. Insbesondere für Gesellschafter und Geschäftsführer.
Der bekannteste und modernste Durchführungsweg ist die klassische Direktversicherung, die sich enorm durch die vollständige Sozialversicherungsfreiheit etabliert hat. Und die Pensionskasse. Diese beiden Durchführungswege werden sich auf der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberseite halten.

Welche Möglichkeiten gibt es für nachhaltiges Investment bei der bAV, gibt es Barrieren durch Regulationen?
KO: Es ist nicht alles möglich. Wenn wir im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge klassische Versicherungsprodukte anbieten, dann sprechen wir nicht von den konventionellen Versicherungen, sondern fondsgebundene Lösungen. Der kapitalbildende Teil dieser Produkte investiert eingebettet in ein ausgewogenes Anlage-Mix auch in Investmentfonds, die dafür sorgen, dass höhere Renditechancen entstehen. Das gab es in der Vergangenheit und wird es auch in Zukunft geben. Und natürlich sollte man zu Produkten greifen, die mit einer Beitragsgarantie ausgestattet sind. D.h. dass später das eingezahlte Deckungskapital in jedem Fall garantiert ist. Das ist für den Arbeitgeber sinnvoll und notwendig, damit nicht möglicherweise in zwanzig oder dreißig Jahren eine Nachschusspflicht entsteht. Und der Arbeitnehmer beschäftigt sich mit solchen Garantien insbesondere zu Zeiten der Finanzkrise, in der die Medien und die öffentlich Diskussion die Menschen aufrührt. In jedem Fall muss bedacht werden, dass die Märkte seit jeher Schwankungen (der Volatilität) unterlagen. Das Prinzip ist einfach: In schlechten Börsenzeiten kann man günstig einkaufen und davon in guten Börsenzeiten profitieren. So funktioniert die fondsbasierte Geldanlage. Solche Produkte mit Beitragsgarantie gibt es. Unsere Spezialität ist, dass wir Investmentsfonds hinterlegen, die in den nachhaltig ökologischen Bereich investieren. Beispielsweise in die Erneuerbaren Energien. Diese Produkte sind regulierte, von der Bafin in Deutschland zugelassene Investmentfonds. Nachhaltige Anleger können auch in wirtschaftlicher Hinsicht viel gewinnen. Denn mit hohen Renditechancen investieren die fondsbasierten Betriebsrentenlösungen weltweit in zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biogas und Geothermie. Wir bieten in der bAV speziell dafür eine Branchenlösung an: Die eenergieRENTE.

Wie entwickelt sich Ihrer Einschätzung nach die betriebliche Altersvorsorge in Europa?
KO: Die betriebliche Altersvorsorge entwickelt sich generell sehr positiv. Denn die Situation, die Prognose zur gesetzlichen Rente, macht es einfach erforderlich. Zwar sind die Rahmenbedingungen in den EU-Ländern unterschiedlich. Aber alle haben die gleiche Tendenz: Die gesetzliche Rente, d.h. die Versorgungsleistung, die über die unmittelbaren staatlichen Modelle zur Verfügung gestellt wird, sichert lediglich (wenn überhaupt) eine Grundversorgung, die aber im Ruhestand nicht ausreichend ist. Es muss etwas dazukommen. Eine Zusatzrente. Die bAV ist über lange Jahre in Deutschland eingeführt und vom Gesetzgeber gesichert. Staatliche Förderung, die überzeugt. Denn der Arbeitnehmer spart sowohl die Sozialversicherungsbeiträge, als auch die Steuer für die Beitragsanteile an der bAV komplett ein.

Das gewährleistet mehr Netto vom Brutto.

Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber auch Sozialversicherungsbeiträge einspart. Mittlerweile ist der Arbeitgeber verpflichtet jedem Mitarbeiter die Möglichkeit der Gehaltsumwandlung (Entgeltumwandlung) anzubieten. Ich gehe davon aus, dass das überwiegend in kleinen und mittleren Betrieben von den Arbeitgebern noch nicht umgesetzt wird.

Und wir Vermögensberater haben nach dem Gesetz wirklich eine Aufklärungspflicht und Mission zu erfüllen. Der Arbeitgeber muss den Mitarbeiter über die Möglichkeit der Gehaltsumwandlung aufklären. Der Arbeitgeber spart bares Geld dabei, wenn er seinen Mitarbeitern einen Gehaltsbestandteil umwandelt. Und er motiviert! Viele haben diesen eigenen Vorteil aber weder erkannt noch verinnerlicht.

Man kann also nur gewinnen. In jedem Fall bin ich 100%ig davon überzeugt, dass dieses Modell Zukunft hat und sich weiter sehr gut und erfolgreich entwickeln wird. Der Arbeitgeber hat dadurch effektiv eine Ersparnis von Lohnnebenkosten.
Abgesehen davon ist die bAV auch ein Mittel zur Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen bzw. an den Betrieb. Unsere Empfehlung an jeden Arbeitgeber: Das Angebot von solchen Zusatzleistungen gehört zu einem Vertragsgespräch dazu.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Produkte für die BAV aus?
KO: Grundsätzlich suchen wir unsere Produktpartner nach langfristiger Leistungsfähigkeit, modernen Angeboten und der Erfüllbarkeit der Verträge aus. Immer im Sinne unserer Kunden. Der Anlagehorizont ist natürlich entscheidend.
Wenn wir fokussiert die nachhaltigen Geldanlagen betrachten, haben wir auf der einen Seite den Versicherungsmantel und auf der anderen Seite die Investmentfonds als frische Energie für mehr Rendite.

Diese sorgen über einen längeren Anlagezeitraum für die nötige Rentabilität. Der Versicherungsmantel sichert die Garantien und mögliche Risikofaktoren ab. Dazu gehören z.B. die Berufunfähigkeit oder Hinterbliebenenschutz. Das kann man versicherungstechnisch sehr unterschiedlich gestalten. Letztlich geht es in erster Linie aber darum, längerfristig einen hohen Kapitalbetrag für die Zusatzrente aufzubauen. Seine Anlage rentabel zu vermehren.

Beispielsweise über eine Laufzeit von zwanzig oder dreißig Jahren. Und dabei kommt es ganz entscheidend auf die Fondsauswahl an, wie sich die Anlage entwickelt.

Natürlich setzen wir dabei auch auf unsere eigen Fonds. Wir zählen mit über 33 Jahren Erfahrung zu den führenden Unternehmen im Markt ökologischer Investments und Versorgungslösungen. Heute konzentrieren sich unsere Aktivitäten auf zwei Kernkompetenzen. Im Bereich der Nachhaltigen Vermögensberatung werden mehr als 50.000 Kunden u.a. mit der Branchenlösung eenergieRENTE (www.eenergierente.de) betreut. Das zweite Geschäftsfeld umfasst die Entwicklung, Auflegung und den Vertrieb eigener Kapitalanlageprodukte.

Die versiko AG hat mit ÖKOWORLD LUX S.A: eine eigene Kapitalanlagegesellschaft, die einen der bekanntesten Ökofonds Deutschlands aufgelegt hat: Den Fonds ÖKOVISION. Wir lagern in diese Fonds auch Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien ein. Diese Lösung der betrieblichen Altersversorgung ist die bereits erwähnte eenergieRENTE.

Mit hohen Renditechancen investieren die Unsere Kunden weltweit beispielsweise in mehr als 130 Unternehmen aus den Bereichen Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biogas und Geothermie. NEW ENERGY FUND, ÖKOWORLD ÖKOVISION CLASSIC und ÖKOWORLD KLIMA gehören zu dieser nachhaltigen Fondsfamilie.

Wir sprechen also von einem Markt, der wächst und gedeiht?
KO: Es zeichnet sich ab, dass dieser Markt über eine sehr lange Zeit ein sehr großer Wachstumsmarkt sein wird. Weil die Notwendigkeit immer Größer wird, Energie aus erneuerbaren Rohstoffen zu gewinnen. Mittlerweile realisieren auch eine ganze Menge Menschen, dass das Thema Klimaschutz nicht nur eine Idee von Spinnern und Wissenschaftler ist.

Die Erneuerbaren Energien werden im Jahr 2020 mit einem Anteil von rund 47 Prozent fast die Hälfte des deutschen Strombedarfs decken. Das geht aus der Ausbauprognose der Branche "Stromversorgung 2020" hervor, die der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und die Agentur für Erneuerbare Energien am 28. Januar 2009 in Berlin vorgelegt haben.

Mein Fazit zum Thema fondsbasierte bAV: Natürlich gibt es bei einem fondsgebunden Produkt immer auch Kursschwankungen, die sich aber über längere Zeiträume nivellieren werden. Das es um die bAV geht, sollte und wird man in der Regel sogenannte Garantieprodukte auswählen, bei denen die Aussicht am Ende weniger herauszubekommen als man einbezahlt hat ausgeschaltet ist.

Energie aus Wind, Biomasse, Wasser, Sonne und Geothermie wird 2020 das prägende Element unserer Stromversorgung sein. Wenn das keine gute Prognose für die ökologische Anlage ist!
Generell werden die Erneuerbaren Energien weltweit immer wichtiger. Menschen wie Barak Obama, Al Gore und auch Kanzlerin Merkel arbeiten engagiert daran mit. Das ist gut für die Ertragsaussichten unserer Kunden!

Den vollständigen Artikel zum Thema: "Nachhaltiges Investment im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge" lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe von Forum Nachhaltiges Wirtschaften: "Unternehmen im Gesundheitscheck".

Das Interview führte Christopher Schipprack


Im Profil
Klaus Odenthal, 58, Vorstand der versiko AG,
Pioneer im Bereich Nachhaltiges Investment und Mibegründer der versiko-Unternehmensgruppe, seit 33 Jahren spezialisiert auf die Auflage und VErtrieb ökolog./ethischer Kapitalanlageprodukte


Kontakt:
versiko AG
Nachhaltige Vermögensberatung
Liebigstraße 11-13
40721 Hilden

Tel.: +49 (0) 2103-929-155
Fax: +49 (0) 2103-929-4155
E-Mail: B.Maurmann@versiko.de
Homepage: www.versiko.de


Quelle: FORUM Nachhaltig Wirtschaften Büro Süd
Lifestyle | Geld & Investment, 02.03.2009

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