Keine Waffen. Kein Greenwashing.Keine Kompromisse. Investieren mit echtem Impact. Jetzt Entdecken! Triodos Bank

„The Netherlands are calling“

Studierende der Frankfurt UAS entwickeln für niederländischen Reiseveranstalter Boat Bike Tours Programm für junge Zielgruppe

Flusskreuzfahrten verzeichneten in den letzten Jahren eine steigende Nachfrage, die Hauptzielgruppe solcher Reisen sind jedoch Personen im Alter von über 50 Jahren. Bislang gibt es nur wenige Angebote, die sich gezielt an eine jüngere Zielgruppe richten. Doch wie kann man Personen zwischen 18 und 30 für diese Form des Tourismus begeistern? Mit dieser Frage haben sich Studierende des dualen Bachelor-Studiengangs Tourismusmanagement der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) im Zuge eines Praxisfallprojekts befasst. Für den niederländischen Reiseveranstalter Boat Bike Tours (BBT), der Flusskreuzfahrten in Kombination mit Aktivurlaub auf dem Fahrrad anbietet, haben sie das Programm „The Netherlands are calling" entwickelt, welches insbesondere junge, kinderlose Personen ansprechen soll.

Die Studierenden der Frankfurt UAS konnten bei einem persönlichen Besuch in Amsterdam Einblicke in das Unternehmen Boat Bike Tours gewinnen. © Nora Schmidt„Die Studierenden haben sich in diesem Semester intensiv mit einer möglichen Anpassung des Programms von Boat Bike Tours, der Ausstattung der Schiffe, dem Preis sowie dem Image des kombinierten Reisens mit Schiff und Fahrrad auseinandergesetzt. Besonders freut es mich, dass wir intensive Einblicke in das Unternehmen bei einem persönlichen Besuch in Amsterdam gewinnen konnten", erklärt Prof. Dr. Kerstin Wegener, Studiengangsleitung des dualen Bachelor-Studiengangs Tourismusmanagement. „In unseren Praxisfallprojekten beschäftigen sich unsere Studierenden mit zentralen Fragestellungen aus der Praxis in Zusammenarbeit mit einem Unternehmenspartner. Sie erwerben beziehungsweise vertiefen auf diese Weise wichtige fachliche, methodische sowie soziale Kompetenzen für den Berufseinstieg und knüpfen gleichzeitig enge Kontakte in die Wirtschaft."

„Boat Bike Tours hat seine Rad- und Schiffsreisen bisher vor allem aktiven ‚Best Agern‘, der Zielgruppe ab etwa 50 Jahren, aus allen Teilen der Welt angeboten. Die Zusammenarbeit mit dem Frankfurt UAS-Team des dualen Studiengangs Tourismusmanagement war daher für uns eine sehr interessante Möglichkeit zu untersuchen, ob diese Art von Touren auch für eine deutlich jüngere Zielgruppe geeignet ist", so Jan Timmermans, Director Boat Bike Tours. „Schon beim Kick-off des Projekts in Amsterdam wurde die große Begeisterung und Kreativität der Studierenden deutlich, aber das Endergebnis des Projekts übertraf unsere Erwartungen. Konsequent auf die Interessen, Budgets und Wünsche einer deutlich jüngeren Zielgruppe eingehend, konzipierte das Team eine wunderbare Rad-Schiffsreise als aktiven ‚Kurzurlaub‘, wobei Reiseprogramm, Marketing, Vertrieb, Verkauf und Durchführung auf diese junge Zielgruppe ausgerichtet wurden. Ein großes Kompliment an die Studierenden für dieses fantastische Ergebnis!"

Anhand der Befragung sogenannter Fokusgruppen kamen die Studierenden zu dem Ergebnis, dass die junge Zielgruppe vielfältige Urlaubsbedürfnisse hat, jedoch durch Massentourismus und die hohen CO?-Emissionen von Schiffsreisen eher abgeschreckt ist. Radreisen gegenüber sind die jungen Menschen hingegen positiv eingestellt. Gleichzeitig gaben sie an, sich eine Kombination aus Erholungs- und Aktivurlaub in Form eines Kurzurlaubs zu wünschen, der gemeinsam mit Freundinnen und Freunden verbracht werden kann und ein Budget von 500 Euro nicht übersteigt. Zudem würden sie sich, so ein Ergebnis der Erhebung, am ehesten über digitale Plattformen über Urlaubsplanung und -buchung informieren. Eine genaue Beschreibung der mit der Reise verbundenen Aktivitäten, verschiedene Preispakete, der Direktvertrieb, Nachhaltigkeit sowie Online-Marketing via Social Media sind zudem wichtige Faktoren, die die Entscheidung von Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren für eine Reise begünstigen. 

Basierend auf diesen Ergebnissen sowie einer vorangegangenen Recherche entwickelten die Studierenden das Programm „The Netherlands are calling", ein Konzept für einen Kurzurlaub, bei dem junge Menschen niederländische Städte kennenlernen können sowie anschließend die Möglichkeit haben, ein Festival zu besuchen. Mit Start- und Endpunkt in Amsterdam machen die Reisenden mit dem Fahrrad Halt in Haarlem, Leiden und an weiteren Orten. Das Schiff, auf dem maximal 24 Passagierinnen und Passagiere Platz finden, ist gleichzeitig Versorgungsstation und Unterkunft für die Fahrradfahrenden. Mit einer Kostenkalkulation von 350 bis 450 Euro könnten zudem bereits alle Fixkosten, darunter Bootspersonal (ohne Koch), Marketing, Vertrieb, Wartung sowie Anlegegebühren und Spritkosten des Boots abgedeckt werden. Variable Kosten wie Lebensmittel oder Workshop-Materialien werden ebenfalls im Programm der Studierenden berücksichtigt. Parallel hierzu entwickelten die Studierenden eine Übersicht zu Restaurants, Museen und Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Reiseziele, die einfach über einen QR-Code abgerufen werden können.

Die Studierenden schlagen zudem neue Vertriebswege für den niederländischen Reiseveranstalter vor. So könnte Boat Bike Tours seine Präsenz auf Online-Portalen, Kooperationen mit Spezialreiseveranstaltern oder in den sozialen Medien weiter ausbauen. Gleichzeitig empfehlen die Studierenden, die Zusammenarbeit mit bestehenden Kooperationspartnern weiterzuführen und den Fokus auf den digitalen Vertrieb inklusive der Anpassung der eigenen Webseite – etwa durch die Erstellung einer Unterseite für „junges Reisen" – zu legen. Zusätzlich könnte die Social Media-Präsenz des Reiseveranstalters aus Sicht der Studierenden durch ein neues Layout, ein breiter gefasstes Themenspektrum, Kurzvideos, die Zusammenarbeit mit Content-Erstellern sowie Werbeanzeigen aufgewertet werden. Eine eigene Smartphone-App mit bspw. digitalen Schiffsrundgängen, Checklisten und digitalen Karten könnte die sogenannte Customer Journey, d. h. die Kundenerfahrung, deutlich verbessern.

Zum dualen Bachelor-Studiengang Tourismusmanagement:
Der duale Bachelor-Studiengang Tourismusmanagement wird seit dem Wintersemester 2012/2013 am Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt UAS angeboten. Er verknüpft das Hochschulstudium mit betrieblichen Abschnitten und wird mit kooperierenden Unternehmen der Tourismuswirtschaft durchgeführt; derzeit sind dies rund 25 Unternehmen, darunter DER Touristik GmbH, e-domizil sowie die Deutsche Zentrale für Tourismus. Voraussetzung für das Studium ist ein Studien-Ausbildungsvertrag mit einem der kooperierenden Unternehmen der Frankfurt UAS. Das Studium beinhaltet eine Ausbildungsvergütung für die Studierenden; einige der kooperierenden Firmen übernehmen zudem die Einschreibegebühren.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht, Prof. Dr. Kerstin Wegener | kwegener@fb3.fra-uas.de | www.frankfurt-university.de/fb3, www.frankfurt-university.de/ba-touma.  

Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences

Lifestyle | Sport & Freizeit, Reisen, 07.02.2023
     
Cover des aktuellen Hefts

Krieg & Klimakatastrophe

forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2023 mit dem Schwerpunkt: Zukunft gestalten

  • Im Garten des Geistes
  • Zirkularität in der Praxis
  • nachhaltig ist nicht genug
  • Zivilgesellschaft und Politik
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
MÄR
2023
4. Tag der Insekten im Umweltforum Berlin
Verhältnis Mensch und Insekt neu gestalten
10249 Berlin
03
APR
2023
Vortragsreihe "Klima: Was kann ich tun?"
Psychologie der Klimakrise: Warum handeln wir eigentlich nicht?
81379 München und online
04
MAI
2023
XIV. ZNU-Zukunftskonferenz
Klimaneutral? Nachhaltig? – Gemeinsam! Machen!
44263 Dortmund
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Naturschutz

Kinder bringen Blüten in die Welt
Das Projekt „Kleine Bienenretter“ wird getragen von der Lebenshilfe und den Gemeinden im Westerwald
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Nachhaltig Ostern feiern

Pflanzen für die Zukunft:

Mit deinem Bildungsprojekt packst du gesellschaftliche Herausforderungen an?

Warum sind uns die Skandinavier in Sachen Glück so weit voraus?

BTC23 – Die Bitcoin Konferenz

Die Kraft von Visionen – oder warum ist es eigentlich so schwer…?

Weltwassertag 2023:

"Wir dürfen nicht untätig sein"

  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • toom Baumarkt GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH