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Asahi Kasei produziert nachhaltiges Acrylnitril – Biopropylen als Grundstoff

Acrylnitril ist ein Rohmaterial für die Herstellung von Kunstfasern, Kunststoffen und synthetischem Kautschuk.

Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei wird im Februar 2022 die Produktion von Acrylnitril (AN) unter Verwendung von Biomasse-Propylen aufnehmen. Die südkoreanische Tongsuh Petrochemical Corp, Ltd. (TSPC), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Asahi Kasei, hatte bereits am 21. Oktober 2021 als erster Acrylnitrilhersteller in Asien die international anerkannte Zertifizierung ISCC PLUS für AN als nachhaltiges Produkt erhalten und stellt das chemische Produkt für Asahi Kasei her.

Acrylnitril wird durch katalytische Oxidation von Propylen und Ammoniak durch Luft hergestellt. © Asahi KaseiAcrylnitril wird durch katalytische Oxidation von Propylen und Ammoniak durch Luft hergestellt. Es ist ein Rohmaterial für die Herstellung von Kunstfasern, Kunststoffen und synthetischem Kautschuk und dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Acrylsäure, Acrylestern und Acrylamid. Außerdem stellt es eine Komponente für Klebstoffe, Antioxidantien, Emulgatoren und Lösungsmittel dar.
 
Die wichtigste Verwendung von Acrylnitril ist die Polymerisation zu Polyacrylnitril und anderen Copolymeren (Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN) und Acrylester-Styrol-Acrylnitril (ASA)).  Ein besonders starkes Nachfragewachstum war in jüngster Zeit zum Beispiel bei der Verwendung von Kohlenstofffasern als Material zur Gewichtsreduzierung von Windturbinenflügeln sowie bei Nitril Kautschuk für medizinische Handschuhe zu verzeichnen, deren Verwendung aufgrund des gestiegenen Hygienebewusstseins zunimmt. 

Propylen ist eines der wichtigsten Zwischenprodukte der organischen Chemie, es entsteht beim thermischen Cracken von Kohlenwasserstoffen und kann ebenso durch Bio-Ethanol aus Biomasse-Fermentationsprozessen gewonnen werden. Biomasse bezeichnet pflanzliche oder tierische Materialien, aus denen sich Bioenergie gewinnen lässt. In der Regel sind dies Abfälle aus der Landwirtschaft, privaten Haushalten, Industrie oder Forstwirtschaft. Auch Lebensmittelpflanzen wie beispielsweise Raps, Mais, Weizen, Zuckerrüben oder Sonnenblumen fungieren als Rohstoff.
 
Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Dekarbonisierung gewinnt die Zertifizierung von Rohstoffen, die den Ersatz von fossilen Energieträgern durch erneuerbare Produkte fördern, immer mehr an Bedeutung. Insbesondere Unternehmen der chemischen Industrie entwickeln integrierte Produktionssysteme, die sich vorteilhaft auf die Treibhausgasbilanz und die Schonung fossiler Ressourcen auswirken.  So bietet das ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) als internationales Zertifizierungssystem Lösungen für die Implementierung und Zertifizierung von Abfall- und Restrohstoffen. 

Mit ISCC PLUS hat die ISCC ihr etabliertes Zertifizierungssystem auf Lebensmittel, Futtermittel sowie technische und chemische Anwendungen erweitert. Weltweit lässt sich darüber beispielsweise die nachhaltige Nutzung von Biomasse und/oder Rezyklaten aus Verpackungsabfällen in der chemischen Industrie sowie nachgelagerten Industriesektoren (z.B. Verpackungsindustrie) zertifizieren. ISCC PLUS betrachtet weiterhin die Nachhaltigkeit auf allen Stufen der Liefer- und Produktionsketten. 

Asahi Kasei und TSPC arbeiten stetig daran, die CO2-Emissionen in der gesamten AN-Lieferkette zu reduzieren. So erhielt TSPC im Oktober 2021 als erster AN-Hersteller in Asien die ISCC PLUS-Zertifizierung.  Das Zertifizierungssystem ermöglicht es TSPC, AN unter Verwendung von Biomasse-Rohstoffen zu produzieren und zu verkaufen, die nach der Massenbilanzmethode zugeteilt werden. 
 
Das Massenbilanzverfahren ist eine weltweit angewendete Methode, um bei einem Mix aus nachhaltigen und aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen den Anteil nachhaltiger Rohstoffe für einzelne Produkte zu berechnen. © Asahi KaseiDas Massenbilanzverfahren ist eine weltweit angewendete Methode, um bei einem Mix aus nachhaltigen und aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen den Anteil nachhaltiger Rohstoffe für einzelne Produkte zu berechnen. Um bis zum Jahr 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, gewinnen Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen in der gesamten Produktkette von Derivaten fossiler Brennstoffe an Bedeutung. Die Asahi Kasei Gruppe wird die Bemühungen um eine weitere Reduzierung der CO2-Emissionen fortsetzen, indem sie die AN-Katalysatoren und -Prozesse auf der Grundlage von Originaltechnologien sowie die Beschaffung von Biomasse-Rohstoffen verbessert.

Zur Asahi Kasei Corporation
Die Asahi Kasei Corporation ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit den drei Geschäftsbereichen Material, Homes und Health Care. Der Geschäftsbereich Material umfasst Fasern & Textilien, Petrochemikalien, Hochleistungspolymere, Hochleistungswerkstoffe, Verbrauchsgüter, Batterieseparatoren und Elektronikgeräte. Der Geschäftsbereich Homes bietet auf dem japanischen Markt Baustoffe bis hin zu fertigen Häusern an. Zum Bereich Health Care gehören Pharmazeutika, Medizintechnik sowie Geräte und Systeme für die Akut- und Intensivmedizin. Mit 44.497 Beschäftigten in aller Welt betreut die Asahi Kasei Gruppe Kunden in mehr als 100 Ländern und erzielte einen Umsatz von 17,3 Milliarden Euro (2.106 Milliarden Yen) im Geschäftsjahr 2020 (1. April 2020 – 31. März 2021).

„Creating for Tomorrow". Mit diesem Slogan verweist die Asahi Kasei Gruppe auf die gemeinsame Mission all ihrer Unternehmen, mit nachhaltigen Produkten und Technologien Menschen in aller Welt zu einem besseren Leben und Wohnen zu verhelfen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.asahi-kasei.eu, www.asahi-kasei.com und www.asahi-kasei.com/sustainability.

Kontakt: Asahi Kasei Europe GmbH, Sebastian Schmidt | sebastian.schmidt@asahi-kasei.eu

Technik | Innovation, 26.01.2022
     
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