forum Film-Tipp „Unser Boden, unser Erbe“

Ab 26. Februar 2021 als Video on Demand und ab 26. März 2021 als DVD verfügbar!

Die dünne Humusschicht des Bodens versorgt alle Menschen auf der Welt mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und sauberer Luft. Und sie kann das Klima retten. Denn gesunde Böden sind nach den Ozeanen der größte Speicher für Treibhausgase. Aber um zehn Zentimeter fruchtbare Erde zu bilden, braucht unser Planet mehr als 2.000 Jahre. Dennoch nutzen wir unsere Böden, als wären sie unerschöpflich. Damit ist diese überlebenswichtige Ressource extrem bedroht. Was bedeutet das für die Zukunft? Wie können wir als Landwirte, Gärtner oder Konsumenten im Supermarkt die kostbare Bodenfruchtbarkeit erhalten?

 
In seinem Dokumentarfilm „Unser Boden, unser Erbe" vermittelt Marc Uhlig eindringlich, warum der Boden unsere größte Wertschätzung verdient. Experten wie TV-Köchin Sarah Wiener und Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker geben wertvolle Denkimpulse. Ein inspirierendes Plädoyer für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung.

Fans engagierter Filme können auch den Verleih W-film in der Corona-Krise direkt unterstützen und den Film als Video on Demand oder DVD über den W-film-Shop direkt kaufen. Dort kann man auch Lizenzen für Filmvorführungen in einer Gruppe erwerben. Für Bildungszwecke gibt es zudem kostenfreies Schulmaterial zum Download.


Marc Uhlig über seinen Dokumentarfilm „Unser Boden, Unser Erbe"
"Vor ein paar Jahren stand ich auf einem Acker und half bei der Ernte. Zum ersten Mal habe ich verstanden und gespürt, dass der Boden, auf dem ich stehe, meine Familie und mich ernährt. Ich war sehr glücklich darüber, spürte aber gleichzeitig, dass hier irgendwas nicht stimmt. Simon Neitzel (wirundjetzt e.V.) gab mir dann viele wichtige Impulse und machte mir klar, dass der Boden in Gefahr ist, durch Klimawandel, Verstädterung und bodenschädigende Bearbeitung. Nie zuvor hatte ich mir Gedanken gemacht, unter welchen Umständen der Bauer aus diesem Boden Nahrungsmittel zieht. Ich war gewohnt, einfach in den Supermarkt zu gehen und die Lebensmittel zu kaufen, die ich wollte, zu jeder Zeit. Ich hatte das Bewusstsein dafür verloren, dass dieser Planet mit seinem Erdboden einmalig und schützenswert ist.

Mit „Unser Boden, unser Erbe" will ich die Arbeitsumstände, Sorgen und Visionen von Bauern zeigen, die uns als Konsumenten verborgen bleiben. Auf meinem Weg fand und erlebte ich hoffnungsvolle Initiativen und Menschen, die die Saat der Nachhaltigkeit säen, damit unsere Kinder eine Chance haben, darauf aufzubauen. Mir ist bewusstgeworden, wie wichtig dieses Thema für die Gesellschaft und die Zukunft ist und ich bin überzeugt, dass dieser Dokumentarfilm großes Potenzial hat, viele Menschen zu erreichen, um das gesellschaftliche Bewusstsein für biologische, nachhaltige und regionale Landwirtschaft zu steigern. Bauern wird ein Gesicht gegeben und ihnen wird die Wertschätzung entgegengebracht, die sie verdient haben." 

Zitate 

Sarah Wiener, TV-Köchin:
„Für den Aufbau von 10 cm fruchtbarem Boden braucht es 2.500 Jahre. Wer will es wagen, diesen Boden in 10 Jahren zu zerstören und abzutragen? Der Boden ist unser letztes Paradies!"

Achim Heitmann, Demeter-Landwirt:
„Ich wundere mich, dass der Mensch in der Stadt so wenig Existenzängste hat. Er ist ja absolut abhängig davon, dass auf dem Land etwas wächst. Und ich weiß, dass die konventionelle Landwirtschaft das nicht bringen wird. Wenn irgend-was langfristig funktioniert, dann die biologisch-dynamische Landwirtschaft mit allen Registern, die sie ziehen kann."

Ulrich Hampl, Berater für Bodenfruchtbarkeit, Bio-Stiftung Schweiz:
„In einer Handvoll lebendiger Erde können so viele Lebewesen sein, wie es Menschen auf der ganzen Welt gibt."

Stefan Schwarzer, Permakultur Designer
„Fast alle Zivilisationen dieser Erde, die sich in den letzten 10.000 Jahren entwickelt haben, sind dank der Landwirtschaft entstanden, aber aufgrund der Landwirtschaft auch wieder zusammengebrochen."

Mathias Forster, Geschäftsführer Bio-Stiftung Schweiz 
„Wir haben in den letzten 70 Jahren zwischen 30 und 50 % Humus verloren. Also wird auch weniger CO2 im Boden gebunden."

Dr. Jörn Breuer, Agrarwissenschaftler
„Die klimatischen Veränderungen spüren wir in der Landwirtschaft deutlich. Häufige Frühjahrstrockenheit und mehr Starkregenereignisse. Wie gestalten wir unsere Anbausysteme, um das Risiko an Schäden möglichst gering zu halten?"

Urs Sperling, Demeter-Landwirt
„Dem Produkt sieht man nicht an, ob der Bauer seinen Humus aufgebaut hat oder nicht. Besondere Leistungen diesbezüglich werden nicht vergütet und deshalb werden sie auch immer weniger erbracht."

Christian Hiß, Gärtnermeister, Ökonom,  Regionalwert AG
„Der Rückgang der Bodenfruchtbarkeit ist ein Phänomen von unglaublichem Ausmaß in Europa. Laut EU-Kommission für Umwelt ein Schaden von 39 Billionen Euro pro Jahr."

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler
„Wir haben in der heutigen, vollen Welt viel zu viele Menschen, die davon leben, alles zu zerstören. Dann ist nichts mehr übrig."

Werner Kunz, Konventioneller Landwirt, Kreisbauernverband Karlsruhe
„Die Landwirtschaft kann keine Landwirtschaft gegen den Willen der Gesellschaft betreiben."

Arne Zwick, Bürgermeister Meßkirch (CDU)
„Wir wollen unsere landwirtschaftlichen Flächen schützen und wollen nicht, dass es so weitergeht wie in der Vergangenheit. Wenn man nicht mit einem starken Signal anfängt, wird es sowieso nichts."

David Steyer, Gärtner SoLawi Ravensburg
„Wir müssen jetzt und heute damit anfangen, die Böden so zu bewirtschaften, dass sie parallel mit dem sich verändernden Klima besser und stabiler werden. Bodenfruchtbarkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung."
 

Umwelt | Wasser & Boden, 15.02.2021
     
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