BIOFACH 2023 into organic - Paving the path - Nürnberg, 14.-17.02.2023

Umfrage der EIB zum Klimawandel – 2. Ausgabe

59 Prozent der Deutschen glauben, dass Klimawandel die größte Herausforderung in ihrem Alltag ist

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat heute zusammen mit dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BVA den ersten Teil der Ergebnisse ihrer zweiten Umfrage zum Klimawandel vorgestellt. In der Umfrage wird untersucht, wie die Menschen in der EU, in den USA und in China zum Klimawandel stehen. Die Ergebnisse des ersten Teils zeigen, wie die Menschen den Klimawandel und dessen Folgen für ihr Leben wahrnehmen.
 
Der Klimawandel wird als große Herausforderung betrachtet. © BVA für die Europäische InvestitionsbankDie Umfrage belegt, dass die Deutschen den Klimawandel als größte Herausforderung für ihr Land betrachten: Für 59 Prozent gehört er zu den drei drängendsten Problemen, gefolgt von Migration in großem Umfang (43 Prozent). Auch in anderen Teilen der Welt wird der Klimawandel als vordringliche Herausforderung wahrgenommen, wenn auch unterschiedlich stark. So halten 73 Prozent der Chinesen den Klimawandel für eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben – deutlich mehr als in Europa (47 Prozent) und den USA (39 Prozent).
 
In Deutschland sind 78 Prozent der Menschen zudem der Meinung, dass sich der Klimawandel auf ihren Alltag auswirkt. In dieser Frage zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle in Europa: Während die Werte hier vor allem in den Mittelmeerländern hoch sind, etwa in Italien (94 Prozent) und Spanien (87 Prozent), liegen sie in Dänemark (63 Prozent) und Schweden (66 Prozent) deutlich niedriger.
 
Die Deutschen sehen außerdem eine stärkere Korrelation zwischen Migration und Klimawandel als Europa insgesamt. 31 Prozent glauben bereits, dass der Klimawandel eine Schlüsselrolle bei der Migration spielt. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im europäischen Durchschnitt (26 Prozent). Die Deutschen halten es zudem für wahrscheinlich, dass der Klimawandel sie selbst einmal zum Auswandern zwingt, insbesondere die jüngere Generation: 44 Prozent der 15–29-Jährigen rechnen damit, in Zukunft in ein anderes Land auszuwandern.
 
Insbesondere Süd- und Osteuropa bekommt die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. © BVA für die Europäische InvestitionsbankDarüber hinaus herrscht die Überzeugung vor, dass der Klimawandel nicht nur die Migration, sondern auch ganze Lebensräume der Erde langfristig beeinflusst. So sind 89 Prozent der Deutschen der Meinung, dass der Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten Auswirkungen auf alle Meere und Kontinente hatte. Und 86 Prozent glauben, dass diese Auswirkungen noch jahrhundertelang zu spüren sein werden – selbst, wenn wir den Klimawandel ab sofort bekämpfen und die Treibhausgasemissionen künftig zurückgehen.
 
Der Klimawandel wird als eine enorme Herausforderung gesehen – schon 37 Prozent der Deutschen halten ihn für unumkehrbar. Doch es gibt noch Hoffnung. Besonders die jüngere Generation glaubt daran, dass die Erde gerettet werden kann, und dass die Deutschen selbst eine Schlüsselrolle dabei spielen können. Die Hälfte der Deutschen (neun Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt) ist der Meinung, dass der Klimawandel rückgängig gemacht werden kann, wobei die junge Generation (56 Prozent) optimistischer ist.
 
Dieser Optimismus zeigt sich auch in der Überzeugung der Deutschen, dass sie bei der Umkehrung des Klimawandels eine Rolle spielen können. 67 Prozent der Deutschen, darunter 72 Prozent der 15–29-Jährigen, glauben, dass sie mit ihrem eigenen Verhalten den Kampf gegen den Klimawandel maßgeblich beeinflussen können.
 
Emma Navarro, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Klima- und Umweltfinanzierungen, kommentierte die Umfrageergebnisse wie folgt: „Für die Menschen in Deutschland ist der Klimawandel die größte gesellschaftliche Herausforderung. Gleichzeitig sind sie weniger optimistisch als der europäische Durchschnitt, dass sie dieses Problem selbst lösen können. Das spiegelt sich auch in der Umfrage der EIB wider. Die Umfrage ist ein wichtiges Instrument, um zu verstehen, wie die Menschen den Klimawandel wahrnehmen, und welche Rolle sie von den Führungsverantwortlichen im öffentlichen und privaten Sektor erwarten. Die EIB ist die Klimabank der EU und einer der weltweit größten multilateralen Geldgeber für Klimafinanzierungen. Und wir haben noch sehr viel mehr vor. Daher ist es so wichtig für uns, den Menschen zuzuhören. Nur so können wir wirklich auf ihre Sorgen eingehen, ohne jemanden zurückzulassen."
 
Die Europäische Investitionsbank hat gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen BVA Menschen zum Klimawandel befragt. Mit der zweiten Ausgabe der EIB-Umfrage zum Klimaschutz wollen wir herausfinden, welche Einstellungen und Erwartungen die Menschen in Bezug auf den Klimaschutz haben. Dies ist der erste von insgesamt vier Teilen der Umfrageergebnisse, die 2019 und 2020 jeweils zu bestimmten Schwerpunktthemen veröffentlicht werden. Zwischen dem 27. September und dem 21. Oktober 2019 wurde in jedem der 30 teilnehmenden Länder eine repräsentative Gruppe der Bevölkerung für die Umfrage befragt – insgesamt 30 000 Menschen.
 
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen, sowohl in Europa als auch weltweit. Die EIB ist in rund 160 Ländern tätig und einer der weltweit größten multilateralen Geldgeber für Klimafinanzierungen. Vor Kurzem kündigte sie als Teil ihrer neuen Klimaambitionen an, den Klimaschutz und die ökologische Nachhaltigkeit stärker zu fördern und dafür im Zehnjahreszeitraum bis 2030 eine Billion Euro zu mobilisieren. Ab 2025 wird sie mindestens 50 Prozent ihrer Mittel für diese beiden Ziele einsetzen. Ab Ende 2020 werden zudem alle Finanzierungen der EIB-Gruppe auf das Pariser Abkommen ausgerichtet sein.
 
Kontakt: Europäische Investitionsbank | EuropaeischeInvestitionsbank@edelman.com | www.eib.org

Umwelt | Klima, 25.11.2019
     
Cover des aktuellen Hefts

Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln?

forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz

  • Ukrainekrieg und Hunger auf der Welt
  • Doppelte Dividende durch Nachhaltigkeit
  • Green Chefs
  • Die Brücke zur Natur
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
02
FEB
2023
Konferenz des guten Wirtschaftens 2023
Würdigung | Impulse & Austausch | Vernetzung
81737 München
09
FEB
2023
Treibhausgas-Bilanzierung meistern mit ecozoom
Lernen Sie, wie die Softwarelösung ecozoom Sie bei Ihrer Klima-Bilanzierung unterstützen kann.
Online-Demo
14
FEB
2023
Was wir tun müssen, und was wir haben werden
Wie Nachhaltigkeit in der Dauerkrise gelingen kann
50676 Köln und online
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Umweltschutz

„Meilensteine“ bringen Weilerbach voran
Verbandsgemeinde will „Zero Emission Village“ werden – und motiviert ihre Bürgerschaft
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht:

Otto Group gehört zu den ersten Unterzeichnern des Pakistan-Abkommens

Wird 2023 das Jahr des Modulbaus?

Verbraucher wollen umweltfreundliche Verpackungen

Mehr Sonnenkilometer mit dem Elektroauto: ADAC und Zolar starten Photovoltaik-Offensive

Neumarkter Lammsbräu vergibt 2023 erneut Nachhaltigkeitspreise

Friede, Würde und Menschenrechte gedeihen nur in einer Kultur des Miteinander

Nachhaltigkeits-Siegel der GfaW im neuen Design

  • Global Nature Fund (GNF)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • TourCert gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig