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Cradle to Cradle e.V. fordert neue Lösungen für Verpackungen

Wir müssen Verpackungen neu denken – sie müssen gesund, kreislauffähig und nützlich sein

C2C e.V. – Aktionswoche Verpackungen – Aktivisten protestieren gegen den Verpackungswahnsinn
 
Verpackungen sind allgegenwärtig und gehören zum täglichen Leben. Trotz ihrer nützlichen und notwendigen Funktionen haben sie auch Schattenseiten: Riesige Müllinseln in den Meeren, Giftstoffe, die sie abgeben und ein enormer Ressourcenverbrauch. Verpackungen werden momentan nach dem Cradle to Grave-Prinzip designt, d. h. meistens für die Müllverbrennungsanlage. So fielen allein im Jahr 2014 17,8 Millionen Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland an. Und nicht nur am Ende der Verkaufs- und Verzehrkette fällt Müll an, auch permanent während der Rohstoffgewinnung, Produktion, dem Transport, Verkauf oder Service. Deshalb fordert der Cradle to Cradle e.V. gesunde und kreislauffähige Verpackungen.
 
Vom 10. – 17. Mai 2018 macht der Cradle to Cradle e.V. mit seiner Aktionswoche besonders auf das Thema Verpackungen aufmerksam. Die Mitglieder in vielen Städten möchten dabei aber nicht mit erhobenen Zeigefinger auf alles hinweisen, was schlecht ist – sondern eine kritische Bestandsaufnahme machen, Probleme beleuchten und Lösungen aufzeigen, wie mit dem Cradle to Cradle Designkonzept Verpackungen richtig designt werden.
 
Am Dienstag, den 15. Mai um 10 Uhr entrollen Aktivisten des C2C e.V. am Eingang West zur IFAT einen Banner mit der Forderung „Wir wollen Verpackungen! – Gesund! Kreislauffähig! Nützlich!". Während die IFAT sich als Innovationsplattform präsentiert, macht der C2C e.V. darauf Aufmerksam, dass Innovation nur mit einer echten Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle möglich ist. Produkte – so auch Verpackungen – müssen von Anfang an so designt werden, dass sie keine Schadstoffe an Mensch und Umwelt abgeben, dass sie mit regenerativer Energie hergestellt und die einzelnen Bestandteile der Verpackung sortenrein getrennt und wiederverwertet werden.
 
„Vielen Menschen ist sicher nicht bewusst, dass wir Verpackungen heute für Hygiene und Sicherheit in einigen Bereichen benötigen. Dennoch dürfen wir nicht verdrängen, dass unsere Recyclingquote bei nur rund 30 – 40 Prozent liegt. Die Unternehmen müssen Verpackungen designen, die komplett wiederverwertet werden können, ohne das sie downgecycelt werden", so Nora Sophie Griefahn, Geschäftsführerin des C2C e.V. Insgesamt wird etwa die Hälfte des Kunststoffs verbrannt, und die andere Hälfte werkstofflich verwertet. Verwertung bedeutet hier letztlich Downcycling und nicht die qualitativ hochwertige Aufbereitung in neue Produkte, wie Cradle to Cradle es fordert. „Wir müssen uns die genauen Nutzungsszenarien der einzelnen Verpackungen anschauen und sie entweder für den biologischen oder technischen Kreislauf sowohl in der Materialauswahl als auch im Design entwickeln. Es kann nicht sein, dass PET-Flaschen Antimon an das darin enthaltene Mineralwasser abgeben und so Mensch und Umwelt mit Giftstoffen belastet werden", kritisiert Tim Janßen, Geschäftsführer des C2C e.V.
 
In der Aktionswoche werden die Projekte der Ehrenamtlichen des Cradle to Cradle e.V. veröffentlicht und einzelne Aktionen durchgeführt: Vom Selbst-Check des eigenen Verpackungsabfalls, Interviews mit Expert*innen, Podcasts, Blogbeiträgen bis zu Briefaktionen an Unternehmen, Videos oder Aktionen in den Regionen ist alles dabei.
 
Alle Informationen und Fotos zur Aktionswoche finden Sie unter: verpackung.c2c-ev.de 

Kontakt: Birgit Goldbecker, Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege e.V.
birgit.goldbecker@c2c-ev.de | www.c2c-ev.de

Umwelt | Ressourcen, 15.05.2018

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