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JANE

Der Film über Jane Goodall - ab 8. März im Kino

forum verlost1x2 Tickets für die Premiere zu Jane am 8.3.2018 in München.
 
Meine Mission war es, nah bei den Schimpansen zu sein, unter ihnen zu leben, akzeptiert zu werden. – Jane Goodall
 
Gombe, Tansania – David Greybeard war der erste Schimpanse, der seine Angst vor Jane verlor. Wie im Film gezeigt wird, ging Jane später distanzierter mit wilden Schimpansen um. © mindjazz picturesDer Oscar- und Emmy-nominierte Regisseur Brett Morgen, der vom Wall Street Journal als "der führende Revolutionär des Amerikanischen Dokumentarfilms" beschrieben wurde, nutzt einen Fundus von 16mm-Filmmaterial, das 2014 in den Archiven des National Geographic wiederentdeckt wurde, um ein frisches Licht auf die weltverändernde Umweltschützerin Jane Goodall zu werfen, Gründerin des Jane Goodall Instituts und U.N. Botschafterin des Friedens.
 
Die 26-jährige Britin, Tierliebhaberin seit ihrer Kindheit, trifft 1960 in Tansanias Gombe-Wildnis ein, um unter Schimpansen zu leben und deren Verhalten zu beobachten. Als eine der wenigen Frauen in einem männlich-dominierten Feld hat Goodall kein wissenschaftliches Training. Was sie aber besitzt sind ein Fernglas, erhebliche Geduld und ein scharfes Auge für Details, die sie sorgfältig in ihr Notizbuch einträgt.
 
Ohne jegliche Kenntnis der traditionellen Forschungsmethoden personalisiert Goodall ihre Untersuchungen, indem sie ein emotionales Band mit ihren Subjekten eingeht. So gewinnt sie ihr Vertrauen. Sie macht eine erstaunliche Entdeckung, als sie einen der Schimpansen, den sie David Greybeard nennt, dabei beobachtet wie er einen Zweig benutzt, um Ameisen aus den unterirdischen Kolonien auszugraben. Sie sendet ihre Beobachtungen per Telegramm an ihren Mentor, dem berühmten Paläontologen Louis Leakey, und macht darauffolgend Schlagzeilen auf der ganzen Welt, als die Frau, die beweist, dass nicht nur die menschliche Spezies, sondern auch andere Primaten Werkzeuge gebrauchen.
 
© mindjazz picturesDer niederländische Tierfilmer Hugo van Lawick wird 1962 von der National Geographic geschickt, um Goodall auf 16mm Film in Aktion zu dokumentieren. Kameramann und Subjekt verlieben sich in einander, heiraten 1964 und ziehen in die Serengeti Ebenen, damit Lawick Löwen filmen kann, während Goodall ihr Baby großzieht, das den Spitznamen „Grub" trägt. 
 
Nachdem Goodall eine permanente Forschungsstation aufgebaut und jahrelang mit den Schimpansen in Gombe zusammengelebt hat, ist sie niedergeschmettert, als ein Ausbruch von Polio in ihre geliebte Truppe einfällt. Es heißt, die Krankheit sei von menschlichem Kontakt in einer anderen Region Afrikas ausgelöst worden. Kurze Zeit später ist Goodall geschockt, eine andere Seite der Primaten kennenzulernen, deren gewalttätigen Krawalle in einem
mörderischen Krieg gipfeln, der die Population weiter dezimiert.
 
Goodall geht gestärkt aus beruflichen und persönlichen Mühen hervor, darunter die Scheidung von van Lawick 1974. Sie ist dazu bestimmt, die Schimpansen und ihren Lebensraum zu beschützen. 
 
Anhand von van Lawicks überwältigendem Tierfilmmaterial und exklusiven Interviews mit Goodall sowie Forschungsmaterial des Jane Goodall Instituts und von Familienvideos der Goodalls, bietet Morgen ein unvergleichliches, intimes Porträt einer Vorreiterin, die dunkle Zeiten überlebte, um eine der beliebtesten Umweltschützerinnen der Welt zu werden.

Umwelt | Naturschutz, 27.02.2018
     
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