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CSR wird für B2B-Kunden wichtiger

Der VDMA widmet sich dem Thema in einem Erfahrungsaustausch

© bere69@pixabay
Nachhaltiges Wirtschaftsverhalten wird zunehmend durch internationale Standards und nationale Gesetze reguliert. Ein VDMA-Erfahrungsaustausch setzte sich im April mit den daraus resultierenden Kundenanforderungen auseinander.

Ihre Ausprägungen sind vielfältig – nicht nur große Konzerne wenden die Standards für nachhaltiges Wirtschaftverhalten an (siehe Kasten). Diese wirken sich über die Lieferkette auch auf die kleinen Mittelständler aus, deren Kunden vermehrt Fragen nach Zielen und Maßnahmen im Umgang mit umwelt- und sozialrelevanten Themen stellen. Diese Anfragen erfolgen in Form individueller Fragebögen, mittels Lieferantenbewertungsplattformen wie ecovadis oder durch spezifische Lieferantenaudits wie Sedex. Diese Standards sind alle mit Pflichten in Form der „Plan, Do, Check, Act"-Methodik verbunden und zum Teil sehr aufwendig im Sinne von Dokumentationsbemühungen.
 
Drei Herausforderungen
Der VDMA hat sich dem Thema in einem Erfahrungsaustausch in Frankfurt strategisch gewidmet. Neben Informationen zu aktuellen Standards und Gesetzen zur Nachhaltigkeit profitierten die rund 20 Teilnehmer von einem Vertiefungsvortrag zu gesetzlichen produkt- und stoffbezogenen Regelungen sowie von einem Einblick in den Aufbau nachhaltiger Lieferanten-Bewertungsplattformen.
 
Die Erfa-Teilnehmer haben drei Herausforderungen besonders stark gewichtet und bearbeitet:
  • Wer trägt innerhalb des Unternehmens die Verantwortung und wie kann diese Person dem Aufwand und der Komplexität des Themas gerecht werden?
  • Wie können Unternehmen die Vielfalt unterschiedlicher nationaler und internationaler Standards sowie die Flut von Fragebögen, Audits und Bewertungsplattformen meistern?
  • Welche Konsequenzen haben die Antworten auf die Kundenanforderungen?
Konkrete Lösungsansätze
Schließlich wurden an einem Fallbeispiel erste konkrete Lösungsansätze dazu ermittelt. Als Erfolgsfaktoren erwiesen sich unter anderen:
  • die Rückendeckung der Geschäftsführung
  • eine Zielsetzung mittels Wesentlichkeitsanalyse
  • die Einbettung des Themas in die Nachhaltigkeitsstrategie
  • eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten.
Darüber hinaus begrüßten die Teilnehmer die Ankündigung, dass der VDMA seinen Mitgliedern in Kürze einen Arbeitskreis anbieten wird, in dem sie die Herausforderungen rund um Nachhaltigkeit kontinuierlich bearbeiten können.
 
Interessierte können in der Geschäftsstelle Blue Competence weitere Informationen dazu erhalten.
 
Kontakt: VDMA, Judith Herzog-Kuballa | judith.herzog@vdma.org

Quelle: VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence

Wirtschaft | CSR & Strategie, 20.06.2017
     
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