Geotab begleitet Sie auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Flotte

Weltweiter Schaden durch illegalen Holzhandel

Bericht eines internationalen Forschungsteams veranschaulicht globale Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaften

Der illegale Einschlag und Handel von Holz verursacht einen jährlichen Schaden von mehr als 152 Milliarden US-Dollar weltweit und beeinträchtigt damit Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaften. Die bestehenden Gesetze und Regulierungen reichen nicht aus, um die derzeitigen Aktivitäten auf diesem Gebiet einzudämmen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des Internationalen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (International Union of Forest Research Organizations/IUFRO). „Die Politik muss die drei wichtigsten Dimensionen dieses Problems berücksichtigen, um effektiv dagegen vorzugehen: den informellen Holzeinschlag, die Herausbildung krimineller Netzwerke und die Umwandlung von Wald in landwirtschaftlich genutzte Flächen", sagt Prof. Dr. Daniela Kleinschmit von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg, federführende Autorin des Berichts, zu dem weltweit mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beigetragen haben.
 
Diese illegal eingeschlagenen Stämme wurden in Indonesien von der Polizei beschlagnahmt. © Sofi Mardiah für CIFORAus dem Bericht geht hervor, dass Handelsabkommen zwischen einzelnen Ländern mit dem Ziel, die legale Herkunft von Holz sicherzustellen, dazu geführt haben, dass sich der illegale Handel auf andere, weniger regulierte Märkte verlagert hat. Beispielsweise sind China und Indien die derzeit größten Importeure von illegal gehandeltem Tropenholz, während Russland die Hauptquelle für illegal gehandeltes Holz aus borealen und gemäßigten Wäldern ist.
 
Zudem beschreibt der Bericht, welches aus Sicht der Wissenschaftler die drei Hauptdimensionen des Phänomens sind. Etwa eine Milliarde Menschen weltweit sind demnach auf finanzielle Einkünfte aus Wäldern angewiesen, um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können – während sich gleichzeitig circa 86 Prozent der Waldflächen in öffentlichem Besitz befinden. Der informelle Holzeinschlag durch Kleinproduzenten, so die Schlussfolgerung, gewinne daher an Bedeutung. Gleichzeitig bilden sich zunehmend gut organisierte kriminelle Netzwerke heraus, die teilweise mit der Finanzierung von Krieg und gewaltsamen Konflikten in Verbindung zu bringen sind. Zudem stammt Schätzungen zufolge etwa ein Drittel des illegal gehandelten Tropenholzes aus Wäldern, die – ebenfalls illegal – in landwirtschaftlich genutzte Flächen umgewandelt werden. Diese dienen dann der Erzeugung exportorientierter Güter wie Palmöl, Sojabohnen oder Rindfleisch.
 
Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass mehr internationale Kooperation erforderlich ist, um den illegalen Einschlag und Handel von Holz einzudämmen. „Darüber hinaus wollen wir weitere Daten sammeln, um die Dimensionen des Problems noch genauer in den Blick zu nehmen", sagt Kleinschmit. „Damit wollen wir die Grundlage dafür schaffen, dass die Politik geeignete Maßnahmen ergreifen kann, um den ökologischen, ökonomischen und sozialen Schaden möglichst weit zu verringern."
 
 
Kontakt:
Prof. Dr. Daniela Kleinschmit, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Umwelt | Umweltschutz, 05.12.2016
     
Cover des aktuellen Hefts

KRISE... die größte Chance aller Zeiten

forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2021 mit Heft im Heft zur IAA Mobility

  • Next Generations
  • Gefährliche Chemikalien
  • Abschied vom Größenwahn
  • Verkehrswende
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
28
OKT
2021
Kinostart: Aufschrei der Jugend - Fridays for Future Inside
Außergewöhnlich intimes Porträt junger Klimaaktivist*innen
deutschlandweit
24
NOV
2021
Herbstforum Altbau
Fachtagung für energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien
online
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Politik

Eine gemeinsame Vision entwickeln
Christoph Quarch hofft auf den Mut der potenziellen Koalitionäre in Berlin
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Was soll die Aufregung?

Nachhaltigkeit in Unternehmen umsetzen

Microsoft Deutschland und Deutsche Post DHL Group starten mit „#BoostYourSkills“ Initiative für den erfolgreichen Berufsstart

Biodiversity Challenge von Mondelez Deutschland: Das sind die Gewinner*innen!

Globale ESG-Studie zeigt: Umwelt- und Klimaschutz haben für Bürger höchste Priorität

Reiche und Mächtige palavern – Arme sterben

Madagaskar:

COP26 in Glasgow: Die Klimakrise verschärft den Hunger auf der Welt

  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TourCert gGmbH
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Global Nature Fund (GNF)
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • PEFC Deutschland e. V.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH