Es war einmal...

ELEKTRO POWER II

Wie Forschung der Elektromobilität zum Durchbruch verhilft

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Doch wie gelingt ihr Durchbruch? An einer Antwort auf diese Frage arbeitet das Förderprogramm „ELEKTRO POWER II: Elektromobilität – Positionierung der Wertschöpfungskette" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 13 Forschungsprojekten. Auf der IAA in Halle 3.1 Stand B44 GGEMO präsentieren zwei Projekte den aktuellen Stand der Forschung zum Ausbau der Lade-Infrastruktur und neuen Technologien und Verfahren für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Die Entwicklungsziele in diesen Bereichen sind:

Das Potenzial induktiver Ladesysteme beim Infrastrukturausbau nutzen
Spulen, Positionierungsantennen und weitere Ladesystem-Komponenten: Anhand dieser Exponate zeigt das Projekt STILLE, wie die Lade-Infrastruktur für Elektromobilität geschaffen werden kann. So werden bis 2020 mehr als 35.000 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte benötigt. Das erfordert einen Ausbau der Infrastruktur. Der Ausbau birgt die Chance, auf Technologien wie das induktive Laden zu setzen. Es vereinfacht den Ladeprozess. Für den Erfolg des induktiven Ladens sind gemeinsame Standards, an denen STILLE arbeitet, die Voraussetzung. Denn nur mit ihnen kann jedes Elektro-Fahrzeug an jedem Ladepunkt geladen werden – unabhängig vom Fahrzeugtyp, -hersteller oder Land, in dem es gefahren wird.

Neue Technologien und Verfahren in der Produktion stärken die elektromobile Wertschöpfungskette und erhöhen die Nutzungsdauer für Elektrofahrzeuge
Leichtbaumotoren oder Fahrzeugkomponenten aus dem 3D-Drucker: Das Projekt POLICE und das bereits abgeschlossene Projekt ProLemo zeigen am Beispiel ihrer Exponate, wie man Elektrofahrzeuge verbessern und damit den Kaufpreis senken kann – etwa durch eine längere Nutzungsdauer. Dafür forschen Projekte zum Beispiel an Basiskomponenten und Montage- und Demontageverfahren, die in Zukunft das Re-Manufacturing von Elektrofahrzeugen, also der Aufbereitung von gebrauchten Fahrzeugteilen, ermöglichen. Dadurch sollen etwa dank modularer Traktionsbatterien und flexibler Anbindungselemente künftig defekte Batteriezellen einfach ausgetauscht werden können.

Uwe Seidel, Leiter der ELEKTRO POWER II-Begleit- und Wirkungsforschung: „Die Elektromobilität wird häufig auf die reine Nutzung von Elektrofahrzeugen reduziert. Für den Durchbruch brauchen wir jedoch auch eine moderne Infrastruktur, Standards und neue Forschungs- und Entwicklungsimpulse für die Produktion. Die NEW MOBILITY WORLD 2017 der IAA ist ein exzellentes Forum, um zudem auf bisher wenig beachtete Chancen aufmerksam zu machen, die sich durch Elektromobilität und Forschung ergeben: Induktives Laden ermöglicht es zum Beispiel, Elektro-Autos als mobile Energiespeicher zu nutzen. Dadurch tragen sie zur Versorgungssicherheit und zum Erfolg der Energiewende bei. Mit der Erforschung innovativer, digital basierter Technologien und Produktionsverfahren können wir insgesamt das Potenzial für neue Exportschlager auf dem Weltmarkt heben und so den Standort Deutschland zu stärken."

Über ELEKTRO POWER II:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit dem Förderprogramm „ELEKTRO POWER II: Elektromobilität – Positionierung der Wertschöpfungskette" derzeit 13 Projekte im Bereich Elektromobilität mit rund 25 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt auf der Integration der Elektromobilität in die Energiewende, der Optimierung der elektromobilen Wertschöpfungskette im Bereich Produktion, der Weiterentwicklung von induktiven Ladesystemen im öffentlich zugänglichen Raum sowie Querschnittthemen. ELEKTRO POWER II ist Teil des Maßnahmenpakets, mit dem die Bundesregierung die Ziele des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität umsetzt. Die Projekte werden betreut vom DLR Projektträger (Ansprechpartner: Dr. Bernd Bauche).
Die Begleit- und Wirkungsforschung zum Programm wird federführend durch das Institut für Innovation und Technik in Berlin (Ansprechpartner: Uwe Seidel) und die TÜV Rheinland Consulting GmbH in Köln (Ansprechpartner: Dr. Sören Grawenhoff) durchgeführt.

 
Technik | Mobilität & Transport, 13.09.2017

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