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Energieeffizienz zahlt sich aus

Der VDMA treibt daher die Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken voran.

Der Nutzen von Energieeffizienz ist unumstritten – aber die Potenziale werden längst nicht alle genutzt. Der VDMA treibt daher die Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken voran. Foto: rcfotostock@fotolia
Die Energiewende begann in Deutschland Anfang der 90er-Jahre mit dem Stromeinspeisungsgesetz. Energieerzeugungstechnologien hatten schon damals einen festen Platz im VDMA. Doch der Strukturwandel zwang früh zur Abkehr von traditionellen Industriestrukturen. Ein neues Megathema fand eine Heimat im VDMA-Forum Energie

Große Ziele für Megathema
Schnell hatte die Maschinenbau-Industrie erkannt, dass die Energiewende und damit auch die Energieeffizienzwende nur technologieübergreifend gelingen können. War Energiepolitik anfänglich stark national geprägt, wird diese heute auch auf europäischer Ebene gemacht. Das große Ziel für 2050 ist eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent. Auch die Energieeffizienz soll bis 2030 um bis zu 30 Prozent verbessert werden und ist nicht zuletzt deshalb längst ein eigenes zentrales Thema für Politik und Industrie.

Energieeffizienz zahlt sich wirtschaftlich aus – aber es gibt viele Hemmnisse, die dazu führen, dass Technologienutzer nicht alle Potenziale ausschöpfen. Daher hat die Politik in den vergangenen Jahren Instrumente zur Effizienzsteigerung eingeführt, die auch für die VDMAMitgliedsunternehmen relevant sind.

„Energiewende und Energie-effizienzwende können nur technologie-übergreifend gelingen." Naemi Denz


Ökodesign-Richtlinie als Mittel der Wahl
In Europa ist die Ökodesign-Richtlinie das Mittel der Wahl zur Steigerung der Energieeffizienz. Mittlerweile sind mehr als 20 Produktgruppen des Maschinenund Anlagenbaus von sogenannten Durchführungsverordnungen betroffen. Die Aufgabe der jeweiligen VDMA-Fachverbände, des Brüsseler VDMA-Büros und der europäischen Sektor-Komitees besteht darin, die EU-Kommission bei der Erarbeitung der Effizienzanforderungen zu begleiten und Fehlentwicklungen zu verhindern. Denn sind erst einmal Anforderungen festgelegt, müssen diese für alle am Markt verfügbaren Produkte eingehalten werden – ein scharfes ordnungspolitisches Schwert, das aber letztendlich zu mehr Energieeffizienz im europäischen Binnenmarkt führen soll.

Viele Unternehmen sind in der Lage, durch einen Blick nach innen zur Steigerung der Energieeffizienz beizutragen. Es geht also nicht nur um Vertriebskanäle für energieeffiziente Produkte, sondern auch darum, sich die eigenen Potenziale anzusehen. Auch hier hat die Politik mit den verpflichtenden Energieaudits für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern einen europäischen Ansatz gewählt. Viele Unternehmen nutzen die Freiheit, auch eigene Mitarbeiter für ihr Energieaudit einzusetzen, und verzichten auf zertifizierte Audits. Diese Energieaudits strukturieren die Analyse des Energieverbrauchs und zeigen den Unternehmen Effizienzpotenziale auf.

Auch die Politik geht neue Wege
Ist der Lösungsweg für das Unternehmen klar, können Fördermittel die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen unterstützen. Die Politik, beraten durch den VDMA, geht dabei auch neue Wege. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Förderprogramm „Step up!" der Bundesregierung. Erstmals werden Fördermittel in einer wettbewerblichen Ausschreibung vergeben. Gefördert werden die Maßnahmen, die für jeden eingesetzten Euro die meiste elektrische Energie sparen. Dabei werden keine Technologien bevorzugt. Der VDMA hat die Ausgestaltung des Programms begleitet und sieht darin einen richtigen Schritt hin zu einer technologieneutralen Förderung. Letztendlich ist Energieeffizienz das Ziel und nicht, eine Technologie am Markt zu etablieren.Seit 2015 hat der VDMA Energieeffizienz-Netzwerke in drei Bundeslängern gegründet. Foto: Gesina Ottner, Fotolia

Netzwerke für mehr Energieeffizienz
Maßnahmen für mehr Energieeffizienz umzusetzen, verlangt von Unternehmen eigenes Know-how. Energieeffizienz- Netzwerke sind ein ideales Instrument, um dieses Know-how im Kreis von Gleichgesinnten zu erwerben. Der VDMA war deshalb einer der Initiatoren der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden, die 2014 geschlossen wurde. Ziel ist, in Deutschland 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020 zu starten und umzusetzen. Der Erfahrungsaustausch in den Netzwerken des VDMA unterstützt die Teilenehmer auf dem Weg zu einer energieeffizienten Produktion. Das spart Zeit, motiviert und senkt langfristig Energiekosten. Die Energieeffizienz-Netzwerke sind für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland als doppelte Chance zu verstehen. Neben der Unterstützung auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz erzeugen 500 Netzwerke mit durchschnittlich zehn beteiligten Unternehmen gleichzeitig Absatzmärkte für neue effiziente Technologien und Geschäftsmodelle. Das Beispiel Energieeffizienznetzwerke zeigt: Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Die VDMA-Mitgliedsfirmen haben das schon 2011 erkannt und mit der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence eine Plattform geschaffen, um die Einsparpotenziale effizienter Produkte und ressourceneffizienter Produktion herauszustellen und die strategische Ausrichtung von Unternehmen an Nachhaltigkeitsaspekten zu fördern. Rund 400 Unternehmen engagieren sich hier.

Blue Competence macht es vor
Mit mehr als 200 Erfolgsgeschichten stellen die Partner ihre Nachhaltigkeit vor. Energieeffiziente Produkte und Verfahren bieten viele Praxisbeispiele. Aber es geht ebenso um Materialeffizienz, Mitarbeiter und soziales Engagement. Energieeffizienz bleibt auch in Zukunft ein wichtiges Thema für den VDMA – sei es mit Blick auf die Politik oder durch Unterstützung der Mitglieder beim Heben ihrer Potenziale in den VDMA-Effizienznetzwerken.

Kontakt: VDMA, Naemi Denz | naemi.denz@vdma.org


 
Quelle: VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence

Technik | Energie, 10.01.2017

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